GOTT WEINT

Die verwirrte Erzählung über die Mitnahme, der Tiere, die Ausrottung einiger Spezies durch Moses und

Der Herr befahl Noah:

(1. Moses 6,19-20):

„Nimm von allen Tieren ein Männchen und ein Weibchen mit, damit sie gerettet werden. Von jeder Tierart sollst du ein Paar in die Arche bringen, damit sie am Leben bleiben, alle Arten von Landtieren und Vögeln“

Dieses ist uns schon von Kindheit, im Religionsunterricht an beigebracht worden. Fragen wir heute ein Kind danach würde es antworten: „Noah hat von allen Tieren ein Männchen und ein Weibchen in die Arche gebracht.“ Dann erzählte man uns die Geschichte der Taube die den Zweig mitbrachte und es ward Land gefunden. Doch ein paar Zeilen später erhielt Moses plötzlich eine andere Order von Gott. Nun hieß es nämlich:

(1.Moses, 7, 2.)

„Nimm von allen reinen Tieren je sieben Paare mit, aber von den unreinen Tieren nur jeweils ein Männchen und ein Weibchen“.

Wären wir an Noah´s Stelle, würden wir uns mit der Hand durch die Haare fahren und nun doof reinblicken. Die Maße der Arche hat Gott uns bereits genannt. Ausgelegt für die erste Anweisung Gottes. Nun aber sollen noch ein paar mehr Tiere an Bord gehen? Die Webseite (bibelcenter.de) hat dafür eine mehr als einfache Erklärung: „Der Zweck für die 7 Paare von allen reinen Tieren wird später deutlich......dass Noah direkt nach der Flut Opfer darbrachte, denn hätte er keine extra Paare mitgenommen, dann hätte er nicht Tiere opfern und dennoch ihre Art am Leben erhalten können“ Also da muss man schon sagen, die Leute von BibelCenter wissen ja gut Bescheid und haben den Durchblick geschaffen. Gott befahl also Noah extra Tiere mit zu nehmen ganze 7 Paare von allen reinen Tieren um diese zu opfern. Alle Achtung, das hätte eine Menge Opfer gebracht. Also ist hier herrscht die Annahme, wir haben einen Gott der es ganz gerne hat, wenn man ihm Tiere opfert, die er selbst erschaffen hat. Der Mensch sollte sie umbringen, sehr zur Freude Gottes. So verfahren kann der Glaube an Gott sein. Sieht man sich die Webseite von dasleben.info an, findet man die Erklärung: „ Sieben von jedem reinen Tier (drei Paare und ein weiteres als Opfertier)“. Wie sie auf sieben Tiere drei Paare + Opfertier machen ist mathematisch klar. Wie sie aber aus Gottes Anweisung von 7 Paaren, 7 Tiere und drei Paare plus Opfertier machen ist unklar und sicherlich nur den Erklärern von dasleben.info vertraut. So schnell geht es dann, Christen Widersprüche der Bibel zu erklären und versuchen zu widerlegen indem sie durch ihre Erklärungen größere Widersprüche liefern. Was machte also Noah? Statt nun so, wie Gott befohlen von allen reinen Tieren sieben Paare mit zu nehmen? Die Antwort liefert uns Kapitel 7:

(1.Buch Moses 7,8):

„Von allen reinen und unreinen Landtieren sowie von allen Vögeln und den am Boden kriechenden Tieren ließ er je ein Männchen und ein Weibchen mit sich in die Arche gehen,
wie Gott es befohlen hatte“

Wir wissen doch aber dass Gott sieben Paare befohlen hatte. Zumindest von den reinen Tieren. Und wieder fragt man sich, was ist mit Gottes Wort und dem damit verbundenden Gesetz? Warum hält sich Noah nicht daran und kommt irgendwie ungeschoren davon? Wenn er dann also doch nur jeweils ein Paar mitgenommen hatte, bleibt die Frage offen, die Bibelcenter (haben sie vielleicht gar nicht weitergelesen und mitbekommen, was Noah denn dann tatsächlich mit auf die Arche nahm?) uns erklären wollte (......dass Noah direkt nach der Flut Opfer darbrachte, denn hätte er keine extra Tiere mitgenommen – welche er ja auch nicht mitnahm – dann hätte er die Tiere nicht opfern und dennoch ihre Art am Leben erhalten können). Richtig! Dass sieht der normal denkende Mensch genau so. Hier bleibt nur die Erklärung, dass Noah noch ein Paar Dinosaurier erwischt hatte, diese opferte und sie dadurch ausstarben. Es ist immer interessant, wenn die unterschiedlichsten christlichen Vereinigungen versuchen, die Bibel zu deuten und die absurdesten Erklärungen liefern möchten, die am Ende dann in einer Blase aus Belustigung zerplatzen. Die Webseite von gutenachrichten.org liefert uns noch waghalsigere Aussagen. Hier heißt es: „Viele andere landlebende Tiere waren möglicherweise in der Lage, auch außerhalb der Arche zu überleben. Insekten zum Beispiel...........“ Wenn sie hier aufgehört hätten zu erklären, dann könnte man fast ihnen das fast glauben, wenn man es denn dann möchte. Aber nein. Sie erklären es tatsächlich mit folgender Aussage und berufen sich auf das erste Buch Moses

(1.Mose 7,22):

„Alles was Lebensgeist in sich trug und auf dem Land lebte, fand den Tod“

Zur Erklärung sei gesagt, dass mit Lebensgeist der Atem gemeint ist. Interessanterweise muss man nun Annehmen dass die guten Nachrichten der Biologie nicht mächtig sind. Wer teilt diesen Bibelerklärern denn nun mit, dass auch Insekten atmen, bzw. den Lebensgeist in sich haben? Eine der vielen weiteren Fragen, die man sich stellen könnte, wäre: Wie wurde die Masse an Tieren auf der Arche versorgt? Acht Personen auf der Arche hätten es doch niemals geschafft diese ganzen Parzellen zu reinigen und die Tiere zu füttern. Auch hier versucht uns die Webseite der Gutenachricht.org eine Antwort zu liefern, die noch absurder erscheint als die vielen anderen Antworten auf christliche Fragen. Sie gehen davon aus, dass Noah, entsprechende arbeitssparende Anlagen gleich mitgebaut hätte. Dessen Können stellen sie nicht in Frage, sondern verweisen gar auf die sieben Weltwunder der Antike und weil es diese unbestritten gab, hätte auch Noah eine ähnliche Konstruktion fertig bringen können. Die Aussage, die abermaliges Kopfschütteln verursacht folgt: „In Wirklichkeit (interessant, dass ihnen die Wirklichkeit so vertraut ist), hätten die meisten Tiere wenig oder keine Pflege gebraucht“ Noch ein kleines humorvolles Bonbon gefällig? Aber gerne. Gutenachrichten.org schreibt: „Die Arche nutzte wahrscheinlich selbstversorgende, selbstwässernde und selbstreinigende Technologien“ Beim weiterlesen glaubt man jeden Moment, dass sie gleich erwähnen, dass Außerirdische mit Noah Kontakt aufnahmen, aber dieser Hinweis blieb zum Glück aus. Sie sehen also: alles eine Frage des Glaubens. Thesen werden versucht mit Thesen zu beweisen -seien sie noch so absurd-, in der Hoffnung, der Christ glaubt. Er braucht nicht verstehen! Dass soll er auch erst gar nicht. Er soll einfach nur glauben. Was auch immer!
Zurück zu den Tieren. Fakt ist also, lt. Moses (1. Mose 7,8), dass Noah jeweils nur ein Paar mit in die Arche nahm. Fakt ist aber auch lt. Moses (1. Moses 8, 20), dass Noah einige der reinen Tiere und einige der reinen Vögel dem Herrn opferte. Hier kann es sich nur um Tiere handeln, die nach der Opferung ausgestorben sein mussten. Wie sonst hätten sie sich vermehren sollen? Aber war das im Sinne des Herrn? Eigentlich nicht, denn Gott dachte sich etwas dabei, als er Noah beauftragte jeweils ein Paar mitzunehmen:

(1. Moses 8,17)

„Es soll wieder wimmeln auf der Erde, sie sollen fruchtbar sein und sich vermehren“

Gott befahl Noah, nachdem die Arche wieder auf Land stieß, dass er alle Tiere aus der Arche herauslassen sollte. Vermehren sollten sie sich also. Gott sagte nichts davon, dass er Opferungen wünschte. Dennoch verstieß Noah hier zum zweiten Mal gegen das Wort Gottes, indem er zwar alle Tiere heraus ließ, aber nicht alle zum Zweck der Vermehrung, sondern völlig eigenmächtig einige davon opferte und deren Vermehrung damit für immer ausschloss. Sollte Gott über Noahs Handeln nicht entzürnt sein? Immerhin ist Gottes Wort Gesetz. Wir lesen weiter und finden die Erklärung:

(1 Moses 8,21

„Der Herr roch den besänftigenden Duft des Opfers und sagte zu sich selbst.....“.

Wie sollte man sich dieses Vorstellen? Gott erscheint, nach dem Geruch von gegrilltem am Himmeln, lächelt in sich hinein und führt Selbstgespräche, vor dem Angesicht Noahs und seiner Familie? Moses erwartet wirklich viel Glauben von uns Menschen, wenn er uns solches zu berichten versucht. Ähnlich des Mythos der Sintflut, waren bis dahin Tieropfer in allen Religionen und bei allen Völkern bekannt. Die Ägypter opferten Tiere, wie die Griechen und etliche andere Völker. Es war hier Moses also ein leichtes bestehende Mythen mit dem eigenen Visionen zu verschmelzen. Somit erzählt uns Moses von einem Gott der durchaus der Opferung zustimmte, sich sogar damit besänftigen ließ. Vergessen wir aber nicht, dass Gott später die Gebote verfasst und da heißt es dann ganz klar:

(2.Moses 20,13)

„Du sollst nicht töten. Weder Mensch noch Tier“.
(Anmerk.: Der Hinweis auf Mensch und Tier wurde auf dem Konzil in Nizäa 325 entfernt)

Dieser Gott, so wie Moses ihn uns erklären mag, entstammt aus den Mythen anderer Religionen die Vielgötterei auf ihre Fahnen schrieben. Von dem einen Gott nahm man den Teil der Katastrophen, vom anderen den Sanftmut nach der Hingabe von Tieropfern und fertig ist der Gott im ersten Buch Moses. Das Fundament ist geschaffen und der Bausatz:

„Heute bau ich mir einen Gott“,

ist gelungen. Nun galt es nur noch gläubige Menschen dafür zu finden. Diese, so wissen wir ja, gab und gibt es bis Heute und ihre Angabe drückt sich in Milliarden aus.

16.8.13 10:48

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