GOTT WEINT

Die großen Wunder Gottes, Fantasie oder doch Magie ?

Wenn wir an die Bibel denken, dann kommt uns eine Menge in Sachen Wunder in den Sinn. Jesus, der Wasser zu Wein verwandelte, oder gar Moses, der das Meer teilte. Alles mit der Hilfe des Herrn. So würde ein Christ heute die Wunder der Bibel erklären. Für mich handelt es sich hier um einen Widerspruch. Wenn der Christ also vom Allmächtigen spricht, er also somit der Herr aller Mächte ist und alles konnte, dann dürfte er keine Wunder vollbringen, sondern man müsste sagen: „Das ist kein Wunder. Das ist das ganz normale Wirken Gottes. Weil Gott einfach alles kann.“ Aber kann er das wirklich? Der Christ würde jetzt empört aufschreien und mir ein „JA!“ entgegen brüllen. Im Grunde gebe ich ihm auch recht. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass Gott alles Möglich machen kann. Aber wenn wir uns die Bibel ansehen, dann kann er doch so vieles nur mit Hilfe Anderer. Warum opfert er die Natur und die Tiere und lässt durch eine Sintflut alles vernichten? Weil die Tiere schlecht sind ? Wie kann ein Tier schlecht sein? Er hätte mit dem Finger schnippen können und alle schlechten Menschen wären tot umgefallen. Denken wir an die Befreiung Israels. Auch hier hätte er nicht durch Kriege, in denen auf beiden Seiten Menschen umkamen Israel befreien müssen. Ein Fingerzeig und die Bösen wären einfach umgefallen. Und wenn wir an die Apokalypse des Johannes denken, dann führt Gott eine Heerschar Engel in den Krieg gegen Luzifer. Reicht hier nicht einfach eine erhobene Hand Gottes um die böse Armee ins Meer zu treiben? Wenn er alles kann, also auch die Zukunft vorhersehen kann, das kann er ja, denn sonst hätte Johannes ja nicht die Vision der Apokalypse sehen können, warum ist dann alles so gekommen wie es jetzt ist? Hunger, Not und Elend, Kriege, Mord und Krankheiten auf der Welt. Hätte Gott das alles vorhersehen können? Wenn wir ihm Allmächtigkeit zugestehen, dann hätte er, wie er es auch sagte, Adam und Eva einfach sterben lassen können. Der Fehler Gottes war nicht das pflanzen des Erkenntnisbaumes. Auch nicht die Erschaffung Adams. Sein Fehler war es, Adam und Eva aus dem Paradies zu werfen, wenn wir Moses Schöpfung glauben schenken wollen. Denn damit schuf er die Wurzel des Übel. Von da an ab, erfuhren wir Mord, Betrug, Krankheit, Neid, die Vernichtung von Natur, Tier und Mensch und die erneute Inzucht-Vermehrung des Menschen durch Noah, die auch nicht anders verlief, wie die Erste. Der Nachfahren Noahs, die wir ebenfalls sind, haben uns zu dem gebracht, auf was wir heute blicken. Und wir arbeiten weiter fleißig daran, diese Erde zu zerstören. Und was tut Gott in dieser Zeit für uns? Das ist die Frage, die sich jeder Gläubige fragen sollte und ich bin sicher, wenn man in sich hineinhört dann wird man die Antwort auch finden. Gott ist immer noch da und Gott wirkt. Und nicht alles Gute kommt von Gott und nicht alles schlechte kommt von Luzifer. Für das meiste ist einfach nur der Mensch verantwortlich. Und das nicht weil er durch irgendeine Macht gelenkt wirkt, sondern weil der Mensch so ist, wie er ist. Und weil der Mensch das Glauben möchte was er glaubt. Und weil Wunder nicht so einfach geschehen, denn ein Wunder das ganz normale Wirken Gottes ist. Die Kirche wird ihnen etwas anderes dazu sagen, denn nach Luthers Vorstellung gibt es den freien Willen nicht und alles was geschieht, geschieht nicht etwa aus dem Menschen heraus, sondern ist von Gott gelenkt. Kein Wunder dass Luther so etwas von sich gab, er musste ja Irre werden, so eingeschlossen in der Wartburg. Diesen Virus trägt die evangelische. Luth. Kirche heute immer noch in sich. Und da wundert sie sich, dass sie erkrankt.
Wenn ich einen Gläubigen Fragen würde, ob er es als Wunder ansieht wenn der Pharao einem Moses und Aaron befiehlt, den Fluss in Blut zu verwandeln, indem alle Fische sterben und es dann auch so geschieht, würde der Gläubige sagen: „Ja hier taten Moses und Aaron ein Wunder, mit Hilfe des Herrn.“ (2. Mose 6,20-21). Wie sie dies, wenn es denn so geschah, gemacht haben wird uns nicht klar. Also muss es ein Wunder gewesen sein. Und da nun mal der Mensch keine Wunder vollbringen kann muss es mit Hilfe des Herrn geschehen sein. Wir erfahren dann auch dass es schließlich der Herr war, der das Wasser im Nil verseuchte ( 2. Mose 6,25). Wenn Moses hier aufgehört hätte, dann würden wir dieses auch so ohne weiteres Nachfragen hinnehmen. Das tat Moses allerdings nicht, sondern gab dem Menschen plötzlich eine Option, Wunder zu erklären. Er erzählt uns:

(2.Moses 6,22):

„Aber die ägyptischen Magier brachten mit ihren Zauberstäben dasselbe fertig“.

Mit anderen Worten, das was Gott hier tat, war dem Menschen auch mit Hilfe von Magie möglich. Man muss sich allerdings wieder fragen, ob Moses in seinen Erzählungen einfach so losrasselte und nicht einmal innehielt, kurz darüber nachdachte, was er so erzählte und ob es einen Sinn ergibt. In dem Beispiel mit dem Nil-Blut-Wunder lesen wir also, das Gott durch Moses und Aaron das Wasser des Nils zu Blut verwandelte. Danach lesen wir, dass es den Hausmagiern des Pharaos ebenfalls möglich war. Wie aber wollte man dieses feststellen? Wenn das Wasser des Nils nun also bereist Blut war, wie sollen die Magier es noch mal zu Blut verwandelt haben können? Ein Brot ist ein Brot, man kann es nicht mehr zu einem Brot verwandeln. Ein Wunder wäre es, wenn man es mit einem Stab zu einem Schnitzel verwandeln könnte, aber das taten die Magier nicht. Und schon fragt man sich nach dem Wahrheitsgehalt der sieben ägyptischen Plagen, wenn Moses in der ersten Plage schon einen solchen Patzer begeht. Aber warum gab es diese Plagen? Weil der Herr wollte, dass der Pharao Gottes Volk ziehen lassen sollte. War es Gott also nicht anders möglich „sein“ Volk zu befreien? Er musste die Plagen schicken, die dem Volk des Pharaos heftig zusetzen und etliche Menschen daran starben? Waren diese Menschen denn wieder alle Sünder und schlecht. War nicht einer darunter der ein ehrlicher Mensch war? Wir nehmen es an, dennoch starben sie. Dennoch musste es so geschehen, wobei auch hier wieder ein einziger Fingerzeig Gottes ausgereicht hätte und der Pharao wäre tot umgefallen, Gottes Volk wäre frei gewesen und niemand Anderer wäre gestorben. Moses, Moses, wieder einmal mutest du dem Gläubigen Menschen eine Menge Glauben zu.

16.8.13 18:27

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL