GOTT WEINT

Die Erschaffung des großen Übels!

Das Gott in jedem Menschen ist, wenn er ihn sucht und erkennen will, wird kein frommer Mensch abstreiten. Es sei denn sie sind zu sehr mit Luther verbunden. Aber was sollten die Menschen damals glauben? Ihnen blieb nur das, was Moses dem Volk vermittelte. Sehr zum Wohl der Kirche wurde nun ein Mensch geschaffen der sich über alle anderen Menschen stellte, der der den einzig direkten Draht zu Gott hatte und damit er sich auch äußerlich von allen anderen Menschen unterscheidet wird uns auch beschrieben, wie er sich kleidete. Und das soll dann auch alles im Auftrag des Herrn geschehen sein: (2. Moses 39, 1-5):

„Nach der Anweisung, die Moses vom Herrn erhalten hatte, machten die kunst-fertigen Männer auch die Priesterkleider für Aaron. Aus gezwirntem Leinen webten sie den Amtsschurz des Obersten Priesters und bestickten ihn kunstvoll mit Goldfäden und Fäden aus blauer, roter und karmesinroter Wolle.............Dann fassten sie zwei Karneolsteine in Gold.... dann machten sie zwei goldene Ketten...usw usw.“

Gott wollte also, dass sich den Menschen ein Mann gegenüberstellt, der höher ist als alle Anderen, ein Mensch der so mit Gold und Edelsteinen behangen war das er als Karnevalsprinz jeden Umzug hätte anführen können? Und so reich erschien, dass es den armen und hungernden Menschen zeigte, Gott ist mit den Reichen? Gold und Edelsteine sollten Macht und Reichtum zeigen und das Volk dem gläubigen Mann unterwerfen. Und schon begann man mit Religion das Volk zu unterwerfen. Getreu dem Motto „Habt Acht, denn ich bin ein direkter Mann Gottes und ihr seid alle verdammt, wenn ihr nicht auf mich hört“. Ein Grundsatz, den sich Kirchen bis heute auf ihre Fahnen schreiben. Wir erfahren auch schnell die Auflehnung gegen die Priesterverherrlichung durch die Auflehnung des Volkes in Korrach, was leider ohne Früchte blieb. Allerdings erkannten sie durchaus die Absicht Gottes und eines seiner Grundprinzipien, indem sie sagten (4, Moses 16,3):

„Ihr nehmt euch zu viel heraus! Alle Israeliten gehören dem Herrn in gleicher Weise, und er ist mitten unter ihnen. Warum erhebt ihr euch über die Gemeinde des Herrn?“

Eine bis heute durchaus berechtigte Frage. Da wir sie an ihren Früchten erkennen, ist heute auch klar, dass die Kirche mit Gott rein gar nichts zu tun hat und der Weg zu Gott garantiert nicht über die Kirche zu erreichen ist. Die Kirche, die heute eine militärische Diktatur mit Rängen und Uniformen gleicht und einzig dem Geld nachstrebt, wie wir später noch erfahren werden, hat sich die Urinstinkte der Tierwelt zu eigen gemacht: Fressen und gefressen werden.
Moses hat für das Volk von Korrach auch die passende, leider auch absurdeste Antwort von Allen parat. Er antwortet ihnen (4. Mose 16,5):

„Morgen wird der Herr zeigen, wer zu ihm gehört und wen er als heilig anerkennt. Er wird nur den in seine Nähe kommen lassen, den er ausgewählt hat. Dann wird sich zeigen, wen der Herr ausgewählt hat und wen er als tauglich zu seinem Dienst anerkennt.“

Demzufolge war bis dahin nicht klar, dass Gott alle Menschen liebt und alle Menschen gleich stellt. Sondern Moses wollte damit ausdrücken, dass Gott tatsächlich nicht alle Menschen liebt. Wie traurig für die, die ihm das abnahmen. Moses hat sich sogar erlaubt, im Zorn zu Gott zu sprechen und ihm Ratschläge oder gar Befehle zu erteilen, indem er zum Herrn folgendes sagte (4,Mose 16,15):

„Nimm von ihnen kein Opfer mehr an“.

Moses scheint Gott im Griff zu haben. Welch`lächerliche Vorstellungen, dass Gott auf den Visionär und Fantast Moses hören würde. Und wieder, oder immer noch stellt uns Moses einen Gott vor, dem Opferungen gefallen. Das Ganze wird noch unterstrichen, wenn man ins zweite Buch Moses zurückblättert, zu dem Moment, als Gott Moses die zehn Gebote verlas (2.Moses 19, 24):

„Geh hinunter! Und dann komm mit Aaron wieder herauf. Die Priester aber und das Volk dürfen die Grenzen nicht über-schreiten, um zu mir heraufzusteigen. Sonst richte ich ein Blutbad unter ihnen an“

Ein Satz den man erst einmal verdauen muss. Gott bestimmt also den Oberpriester. Der, der dann befugt ist, den untergebenen Priestern Gottes Gesetz mitzuteilen. Wie praktisch für Moses und Aaron, somit gab es auch keine direkten Zeugen bei der Übermittlung der Gottesgebote. Und damit dieses an Dramaturgie auch noch einen Höhepunkt erreicht, erklärt er uns Gott als einen Herrn, der von einem Blutbad redet. Wie grauenvoll soll uns hier Gott angepriesen werden, der nicht verzeihen würde, wie er es beispielsweise bei Adam tat, den er auch nicht sterben ließ, sondern direkt ein Massaker auslöst, welches einem Blutbad gleichen soll. Würde mir Moses heute begegnen, ich würde ihn fragen: „Sag mal, wie hast du das nur hinbekommen, dass das Volk dir deine Wahnvorstellungen abgenommen hat?“ Man stelle sich einmal vor, es würde sich Heute ein Mann in den Park stellen und den Menschen Gebote zurufen und von sich behaupten, der Herr hätte nur ihn erwählt, als Boten und Überbringer der Nachrichten. Entweder würde man ihn belächeln, gar nicht wahrnehmen oder er würde sich wenig später auf der geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses wiederfinden. Damals, so zeigt uns die Geschichte hat es funktioniert. Es zählte also nur die Überzeugung, dann war alles eine Frage des Glaubens. Moses spielte mit der Angst, indem er Gott als herrschsüchtigen brutalen Schlachter präsentierte und hatte Erfolg. Die Menschen fürchteten sich vor diesem Gott. Und schon schafft sich eine Religion. Wenn man als Christ heute darin zurückblickt muss man sich fragen, wie man einen Moses in der heutigen Zeit annehmen würde. Würde man seine Worte als heilig ansehen? Wenn man bedenkt dass die zehn Gebote zweimal in der Bibel aufgelistet werden, im Exodus, also dem zweiten Buch Mose und im Deuteronomium, also dem fünften Buch Mose und diese sich in den Details voneinander unterscheiden, stellt sich selbst hier die Frage, ja was hat der Herr denn nun genau gesagt? Zumal die katholische Kirche ihre Version daraus gemacht hat, die evangelische Kirche wiederum eine andere Deutung hat und wahrscheinlich irgend eine der Freikirchen eine noch andere Version präsentieren könnte. Interessant ist hier, dass der Herr Moses Gebote gibt, an die sich der Mensch zu halten hat, Gott selbst aber seine eigenen Gebote bis dahin bereits gebrochen hatte. Nämlich das Gebot an Adam und Eva, denen er den Tod androhte, wenn sie vom Baum der Erkenntnis essen würden. Sie taten es, aber die angedrohte Strafe blieb aus. Interessant deshalb, weil der Herr im zweiten Buch Samuel, abermals seine Gebote nicht beachtet und den Täter straffrei lässt. Du sollst die Ehe nicht brechen. So lautet eines von Gottes Geboten (lt. Moses). Dennoch brach König David die Ehe (Abraham, wie wir wissen tat dies ja auch schon). Was tat Gott darauf hin ? Er verzieh ihm und fasste den Entschluss, dass das uneheliche Kind sterben sollte. Da es in Sünde gezeugt wurde. Die Frage nach dem liebenden Vater ist hier gar nicht zu stellen, da sie offensichtliches nicht in Frage gestellt werden kann. Samuel will uns also erzählen, dass der liebende Vater im Himmel, ein unschuldiges Kind sterben lässt, den Täter aber begnadigt. Wer will hier noch vom Gerechten im Himmel sprechen?.Dennoch, die Bücher des Moses stehen in der Bibel und somit sind sie im (für den Christen) heiligen Buch. Für einen Christ ist es das Wort Gottes. Das allerheiligste Buch und er erkennt es an. Er sagt sogar, dass das was in der Bibel steht wahr ist. Es gibt Unmengen Bücher die alleine im Titel schon erwähnen, dass die Bibel ein einziges Wahrheitsgeflecht sei und alles genau so wahr ist, wie es geschrieben steht. Ein Beispiel dafür ist Werner Kellers Buch „ Und die Bibel hat doch recht“ (rororo Verlag aus 1965). Hier wird behauptet, dass der geschichtliche Wahrheitsgehalt der Bibel einfach nicht mehr angezweifelt werden kann. Das Ganze unter dem Titel, dass Forscher diese Beweise liefern. Immerhin ist dieses Buch in vielen Sprachen übersetzt worden und mit mehreren Millionen Exemplaren verbreitet. Es reicht eigentlich der Hinweis, auf die Übersetzung der Sprachen und die Anzahl der Verbreitung. Wenn man dieses extra erwähnt, dann kann es ja sonst nichts sensationelleres geben. Deshalb muss nichts wahr sein. Erfolg ist kein Synonym für Wahrheit. Harry Potter ist verbreiteter und in mehr Sprachen übersetzt. Nun frage ich, wer sucht denn auf dem Bahnhof wirklich Gleis 33 ½ um nach Hogwarts zu kommen und rennt gegen Betonpfeiler? Ich will nicht falsch verstanden werden. Ich will nicht die Arbeit von Herrn Keller in Zweifel stellen. Aber es geht doch nicht um geschichtliche Ereignisse oder gar um die Historie. Es geht darum, ob Gott tatsächlich zu Moses gesprochen hat und ob das was Gott gesagt hat, auch so genau von Moses wieder gegeben wurde. Es geht um das Bild Gottes welches Moses von ihm malt. So wie er es nämlich macht, stelle ich mir Gott mit einem Schwert in der einen Hand , einem abgeschlagenen Kopf in der anderen Hand, auf Leichen stehend in einem Meer aus Blut vor. Wie grauenvoll! Wie aber passt dieser blutdürstige, strafende und opferschmachtende Gott in das Weltbild eines Christen? Ganz einfach! Er wartet auf seinen eigenen Übermittler Gottes Wort der die das alte Wort aushebelt und Neue schafft. Diesen soll der Christ Hunderte Jahre nach Moses bekommen. Sehr zum Leidwesen der bis dahin geschaffenen Kirche und deren Machtverhältnisse.
Wer konnte denn überprüfen ob das alles so seine Richtigkeit hatte, was der gute Moses dem Volk erzählte ? Als Moses dem Volk die zehn Gebote Gottes übermitteln wollte, unterrichtete er das Volk davon, dass nur er allein den Berg Sinai betreten darf. Gott habe ihm befohlen eine Grenze zu ziehen, die kein Mensch und kein Tier übertreten durfte. Gott habe ihm erzählt dass bei Zuwiderhandlung der Mensch gesteinigt oder mit Speeren umgebracht werden würde. Gott habe Moses sogar noch einmal zurück geschickt, als er am folgenden Tag den Berg besteigen wollte damit er noch mal das Verbot, den Berg zu betreten kund tat. Sogar den Priestern wurde gedroht. Gott schickte Moses dann abermals hinunter. Diesesmal sollte er dann Aaron holen, die Priester allerdings durften immer nicht hoch. Nun waren es dann also zwei Menschen. Und schon wurde nach Moses der oberste Priester, nämlich Aaron Zeuge der Gebotsübermittlung. Böse Zungen könnten behaupten, dass Moses Aaron nun in Ruhe davon überzeugen konnte, seine Stellung als oberster Priester auszubauen, indem er ja nun auch direkten Gotteskontakt hatte bzw, Empfänger der Gebote sei. Wir erfahren hier wiederum, dass Gott nicht verzeihen würde, sondern den Menschen auf grausame Art und Weise umbringen würde, wenn er gegen das Gebot verstoßen würde. Gesteinigt oder mit Speeren sollte der Mensch getötet werden. Ich rufe also wieder das heutige Christentum auf, darüber nachzudenken, wenn sie also immer wieder sagen, die Bibel spricht nur die Wahrheit. Und anschließend zu dem liebenden Vater im Himmel beten, zu dem, der alles verzeiht.
Erschreckend finde ich dann die Erklärung des Internationalen BibelStudien-Institut, auf die Frage: Warum erscheint Gott im Alten Testament streng und hart und im Neuen Testament liebevoll und gnädig.? Die Erklärung fängt mit der Erkenntnis an dass Gott unveränderlich immer derselbe sei. Im Grunde ist damit bereits alles gesagt. Der Gott des NT ist also kein Anderer als der, der uns im AT begegnet. Im BibelStudien-Institut weist man den Leser darauf hin, dass die Christen das AT weitestgehend ablehnen, weil sie sich nicht mit diesem harten Gott identifizieren wollen. Allerdings erklären sie dann auch: „Wer die Bibel kennt, weiß dass das Neue Testament durch keinen tiefen Graben vom AT getrennt wird“. Einige Bibelstellen aus AT und NT werden verglichen und man stellt die Gleichheit fest. Weiter erklären sie: „Gottes Erlösungsplan ist in den Schriften des Alten Testamentes ausführlich, besonders im Tempeldienst und den israelitischen Jahresfesten. Wer das Alte Testament beiseite legt, wird also Gottes Handeln und Gottes Willen nicht ganz verstehen.“ Als Christ muss man sich hier allerdings die Frage stellen: „Reicht mir denn nicht das, was Jesus gesagt und getan hat, um Gott um verstehen?“ Anscheinend nicht. Denn nun folgt eine Erklärung die an Erkenntnis kaum dazugewinnen kann: „Das Missverständnis vom gnädigen oder strengen Gott hat letztlich seinen Ursprung im Bild, das wir uns von Gott machen.“ Eine Erklärung die wohl nur Belächelt werden kann und mit einem Kopfschütteln abgewunken werden kann. Wir machen uns doch kein Bild von Gott. Zumindest nicht eigenständig. Hielten wir nur das Alte Testament in den Händen, dann machen doch wir uns kein Bild von Gott, sondern wir übernehmen das Bild, welches Moses uns gemalt hat. Man hat gar keinen Spielraum sich ein eigenes Bild zu malen. Moses erklärt Gottes Wesen, seinen Willen und seine Gebote doch ausführlich genug. Das Bibelstudium-Institut kann allerdings noch einen drauflegen, mit nachstehender Erklärung: „...müssen wir uns nach dem Aussagen der Bibel richten. In ihr wird Gott – sowohl im Neuen als auch im Alten Testament – als liebender Vater beschrieben, der alles einsetzt um unsere Liebe und unser Vertrauen zu gewinnen. Er ist ein barmherziger und gnädiger Gott, der unsere Schwächen versteht und unsere Schuld vergibt........Auch seine Gerechtigkeit ist also Ausdruck seiner Liebe zu uns.“ Der der also alles einsetzt. Laut Dem Alten Testament setzt Gott Moses ein um sich zu Erklären. Moses ist demzufolge Alles? Man fragt sich tatsächlich ob man im BibelStudienInstitut die Menschen und die Leser der Bibel bewusst dumm halten will, die Erklärungen suchen? Mehrfach habe ich Bibelstellen erwähnt, in denen weder von Gerechtigkeit noch von der Liebe zu dem Menschen die Rede ist. Ganz im Gegenteil, sie sollen gesteinigt werden oder sonst wie auf grausame Weise bestraft werden. Liebe erfahren wir, wenn Jesus die Frau vor der Steinigung bewahrt, indem er das Volk auffordert, den ersten Stein zu werfen wenn jemand frei von Sünde sei. Liebe erfahren wir hundertfach im Neuen Testament. Liebe erfahren wir im ganzen Handeln des Jesus aus Nazareth. Will uns dieses Bibelstudium-Institut hier tatsächlich erklären, was Liebe ist? Der Gegensatz zu dem Gott der straft und das Volk mehrfach mit dem Tode droht, wenn es die Gebote, die Moses ihnen nannte, und dem Gott, der uns im Neuen Testament begegnet ist deutlicher nicht zu beschreiben. Kein Christ kann wirklich den israelitischen Gott als den seinen anerkennen. Dennoch weicht die Kirche nicht ganz davon ab. Warum auch? Das Priestertum bedient sich gerne des Alten Testamentes und dem strengen Gott. Dieses Bild, eines strengen Gottes hing die Kirche gerne überall dort auf, wo es galt Macht auszuüben oder gar Reichtum anzusammeln. Mit einem liebenden Gott hätte man kaum Gold ansammeln können. So wie nur Moses und Aaron den Berg Sinai besteigen durften und dem Übermitteln der Gebote beiwohnen durfte, bedient sich die Kirche auch der Aussage, die einzigen und direkten Vertreter Gottes zu sein. Ihr ist bewusst, dass sie hier den Namen Gottes missbraucht, aber das ist ihr schon immer egal gewesen, wird ihr auch heute egal sein und morgen sieht es nicht anders aus. Es war keinem Menschen möglich zu Gott zu gelangen ohne die Kirche. Sie alleine hatte die Macht Sünden zu vergeben. Der Reichtum sammelte sich dann auch schnell an, indem sie die für Gott bestimmten Opfergaben, sozusagen in dessen Stellvertretung annahmen. Denn Moses sagte ja, Gott lasse wissen, dass (2. Moses 34,20):

„Niemand soll mit leeren Händen zu meinem Heiligtum kommen.“

So kamen die Priester also zu Fleisch, nämlich immer zu dem Erstgeborenen, so wollte es Gott. Da Fleisch auf Dauer zu eintönig wird, bekam man auch Früchte, denn (3. Moses 19,24):

„Im vierten Jahr sollen alle Früchte als Dankopfer mir, dem Herrn, geweiht werden“.

Der Kirche sollte es nun also an nichts mehr mangeln. Moses stellte einen perfekt ausgewogenen Speiseplan zusammen. Und damit die Kirche auch ihren für Moses gerechten Status erhält, ließ er das Volk wissen, was Gott dazu sagte (4 Moses 6,22):

„Der Herr sagte zu Moses: Wenn Aaron und seine Söhne den Leuten von Israel den Segen erteilen, sollen sie sprechen: Der Herr segne euch und beschütze euch. Der Herr blicke euch freundlich an und schenke euch seine Liebe! Der Herr ende euch sein Angesicht zu und gebe euch Glück und Frieden!“ Dann werde ich mein Volk Israel segnen“

Somit war es also, laut Moses nur möglich Gottes Segen zu erhalten, wenn Aaron und seine Priesterschar um diesen Segen baten. Ohne die Priester war es nicht möglich, weil sie den direkten Draht zu Gott hatten. Wer sich diesen Segensspruch durchliest,erinnert sich zweifellos an Sonntage im Gottesdienst heute. Der Pastor übernimmt hier gerne den alttestamentarischen priesterlichen Segen. Dieser kommt der Kirche auch heute noch gut gelegen. Denn die Söhne Aarons wollen sich immer noch gerne über das Volk erheben und diesem erklären, dass sie um den Gottessegen für das Volk bitten. Dabei wissen wir doch dass, wenn wir selbst Gott darum bitten, Gott uns überall und zu jeder Zeit segnet. Dazu bedarf es nicht eines Menschen. Auch keinem Priester, der sich selbst um Priester gemacht hat und nicht etwa Gott es ihm aufgetragen hat. Auch Jesus wollte das nicht. Er erhob nicht die Menschen in Ränge damit ihnen Macht verliehen wird. Aber ohne Kirche kann das nicht gehen, denn die Söhne Aarons wollen das Volk nicht ziehen lassen. Erkenntnis die das eigenständige Volk erlangt ist ihnen zuwider. Noch heute gilt: Der Christ soll das glauben, was die Kirche ihm gestattet zu glauben. Und je weniger der Christ hinterfragt, desto besser. Sollte er dennoch etwas hinterfragen, gibt es immer eine Kirchenbindende-freundliche Erklärung. Auch wenn die im Grunde eher Lächerlich, absurd und absolut sinnfrei ist, wie zuletzt erwähnt, die des BibelstudienInstitutes.
Wer sich einmal über den Speiseplan Gottes Gedanken gemacht hat, findet auch im alten Testament – Moses hat aber auch wirklich nichts ausgelassen – die Speisekarte Gottes. (4. Moses 15, 4-13). Daran hat man sich nicht nur als Israelit zu halten sondern auch als Gast eines Israeliten. Und warum? Weil es laut Moses für Gott keinen Unterschied gibt, für einen Israeliten oder einem der in Israel Aufnahme findet (4. Mose 15-16). Das heißt also, dass jeder Mensch dort mit den Geboten der Bibel auch Gottes Speiseplan erlernen musste, um ihn gnädig zu stimmen. Was aber sagt uns dieses, von Moses gezeichnete Bild? Doch nur, dass Gott anscheinend immer mürrisch und übel gelaunt im Himmelreich umherwandert und nur durch unendliche Opferungen, von Tieren, Früchten, Ackerbauähnlichen Ernten und Wein, Milde gestimmt werden kann. Ich möchte hier wieder daran erinnern: Der Christ hält die Bibel für das Wort Gottes und besteht auf deren Wahrheitsgehalt!
Und so war das Rezept für eine Religion geschaffen: Man nehme altbekannte Mythen von Naturkatastrophen wie die Sintflut, vermischt ein wenig Gut anderer Götterbilder hinzu, wie der der Griechen und Ägypter, die ihren Göttern Tiere opfern und betone ständig wie wichtig die Priester seien (4Moses 17),:

„...niemand außer den Nachkommen Aarons mit Weihrauch in der Nähe des Herrn kommen darf“.

(4. Moses 18,7)

„Euch habe ich das Priesteramt übertragen. Wenn irgendein anderer mir zu nahe kommt, wird er mit dem Tod bestraft“

Jeder Verstoß der Gottesgebote die uns Moses hat wissen lassen wird grausam bestraft. Jetzt hieß es nur noch das Volk davon zu überzeugen und man verteilte die Machtverhältnisse ganz neu.
Und wieder möchte ich an den Wahrheitsgehalt der Bibel erinnern. Sollte also der Christ von sich sagen wollen, er ist Gott Nahe gekommen, sollte er sich schwer hüten, denn er ist dem Tode geweiht. So steht es im Buch Gottes geschrieben.
Die Kirche sorgte auch schnell dafür dass ihr die Gläubigen nicht ausgehen werden. Eltern haben dafür zu sorgen, dass Kinder Gottes Gebote befolgen und sollte sich ein Sohn nicht an das Wort der Eltern halten, also ungehorsam sein und trotz aller Strafen und Mahnungen weder auf Vater und Mutter hört, dann hat Moses auch eine Antwort darauf: (5. Moses 21,18-21):

„...sollen alle Männer der Stadt ihn durch Steinigung hinrichten. Ihr müßt das Böse aus eurer Mitte entfernen. Alle in Israel sollen davon erfahren, damit sie sich fürchten“

Wer also immer noch der Meinung ist, Gottes Wort ist Gesetz und die Bibel sei Gottes Wort, der möge nun dementsprechend handeln. Mal ehrlich, wer wird denn nun seinen Sohn umbringen, wenn er sich mal wieder daneben benimmt oder frech wird?
Moses lässt uns noch viel mehr wissen, vom strafenden Gott und dem Fluch des Ungehorsams im fünften Buch von Kapitel 28, 15 bis Kapitel 29. Dort erklärt er das Vergehen und gleich auch die Strafe die darauf folgt. Ganz interessant ist hier Moses Aussage (5.Moses 28,47):

„Wenn ihr dem Herrn, eurem Gott, nicht gern und voll Freude dient, aus Dank für den Wohlstand, den er euch schenkt, werdet ihr euren Feinden dienen müssen, die der Herr gegen euch aufbietet, und ihr werdet dabei von Hunger und Durst gequält, ihr werdet nichts anzuziehen haben und allem Mangel leiden“

Demnach müssten also alle reichen Atheisten abgemagert und nackt herumlaufen und das, obwohl sie reich sind. Moses, Moses, du haust aber mit deinen Worten um dich.
Und dann erzählt uns Moses, nachdem nun also das Priestertum als besonders Hoch anzusehen ist plötzlich (5.Moses 30,14):

„Nein Gottes gebietendes Wort ist euch ganz nahe. Es ist auf euren Lippen und in euren Herzen“

Also spätestens jetzt sollte einem Jedem klar werden, dass man niemand anderen braucht um Gottes Wort zu vernehmen. Gott ist in einem jeden Menschen. Ob das der Kirche so gut gefallen wird? Ja, weil da ja immer noch die Frage der Erlösung steht und die, geht halt nur über die Kirche – glaubt der Kirche.

16.8.13 22:10

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