GOTT WEINT

Hey man, ich brauch keine Zeugen! Oder doch?

Wie es mit der Verwirrtheit des Johannes-Evangelium bestellt ist, erfahren wir, wenn wir zwei Passagen gegenüberstellen. In (Joh. 5,31) lesen wir:

„>>Wenn ich für mich selbst als Zeuge auftreten wollte, hätte meine Aussage keine Beweiskraft<<“

Ein wenig später, im selben Evangelium (Joh. 8,14) lesen wir dann was ganz anderes:

„<<Was ich sage, ist wahr<<, entgegnete Jesus, >>selbst wenn ich mein einziger Zeuge bin. Ich weiß nämlich, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe.“

und wenig später in
 
(Joh. 8,18):

„>>Ich bin mein eigener Zeuge und auch der Vater der mich gesandt hat, tritt für mich als Zeuge auf<<“

Jesus widerspricht sich also selbst, oder aber Johannes widerspricht sich hier selbst, indem er der Wahrheit ein wenig Fantasie hinzufügt und selbst nicht mehr weiß, was er geschrieben hat. Was auch immer hier die Wahrheit ist.
Spätestens jetzt kommt einem der Psalm 27,12 in den Sinn:

„Gib mich nicht preis dem Willen meiner Feinde! Denn es stehen falsche Zeugen wider mich auf und tun mir Unrecht ohne Scheu.“

19.8.13 16:45

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