GOTT WEINT

Wie das so ist...und warum es immer schlimmer wird.

Nun haben wir also, das Alte Testament inclusive der vier Evangelien des Neuen Testamentes gelesen. Wer kann nun noch sagen: „Alles was in der Bibel steht ist wahr“? Wir wissen dass das Neue Testament dem Alten Testament in so vielen Punkten widerspricht und selbst untereinander liefern uns die Evangelisten unterschiedlichste Versionen. Eine Aussage der frommen Christen, um den Wahrheitsgehalt der Bibel zu untermauern ist: „Die Bibel muss wahr sein, denn hier haben vier Evangelisten, unabhängig voneinander dasselbe geschrieben“. Ist es denn wirklich dasselbe? Leider nicht, wie wir bereits wissen. Zumal wir auch wissen, dass hier nicht vier Evangelisten als Autoren auftreten, sondern eine Menge Schreiberlinge mehr. Für Jünger die mit Jesus mitgelaufen sind, sollte es doch nur „die eine Geschichte“ geben. Die Eine die denn dann stimmt und nicht verschiedene Abläufe zu ein und demselben Vorgang liefert. Ferner wollen wir uns daran erinnern dass ganz Vieles nur aus dem Gehörtem niedergeschrieben wurde. Bei der Kreuzigung zum Beispiel war keiner der Evangelisten dabei. Bei der Auferstehungsgeschichte am Grab, war ebenfalls keiner von ihnen dabei, dennoch schreibt ein Johannes, als Schlusswort, dass er alles bezeugen könnte, weil alles wahr ist. Das grenzt fast schon an Betrug. Aber davon will man im Christenreich nichts wissen.

Haben sie sich niemals gefragt, warum man diese (über 100!!!) Widersprüche in der Bibel niemals in einem Bibelkurs erfährt? Viele der religiösen Gemeinden und die, die sich dafür halten, führen sogenannte Bibelkurse oder auch Alphakurse durch. Diese dienen dazu, dem neuen frommen Gläubigen Schäflein, die Bibel etwas näher zu bringen und ihnen zu erklären, warum es so wichtig ist, dass man der Gemeinde angehört und sich zum Beispiel taufen lässt. Und ganz wichtig: Den ihrigen Glauben annimmt und nicht etwa einen anderen, weil nur ihre Vorstellung von Glauben, der einzig richtige Glaube ist.

Schier absurd, lächerlich und von jeder Realität entfernt, erscheint die Theologische Erklärung einer bekennenden evangelischen Gemeinde in Hannover , die in ihrer Erklärung unter Punkt 4 verlauten lassen: „Wir bekennen, dass der dreieinige Gott am Anfang die Welt in 6 Tagen von je 24 Stunden geschaffen hat. Das absurde, trotz wissenschaftlicher Fakten kommt zum Schluß. Hier schreiben sie: „Wir verwerfen die Lehre, das Universum sei während langer Zeiträume aus sich selbst entstanden oder Gott habe es durch diese Zeiträume sich entwickeln lassen. Wir verwerfen die Lehre, die Erde sei in sich selbst gründendes oder von einer unpersönlichen Kraft durchwaltetes, die gottgewollten Unterschiede aufhebendes Ökosystem.“ Aber können sie denn etwas anderes behaupten? Eigentlich nicht, denn sie verweisen sich selbst auf die für sie wichtigen theologischen Erklärungen des 20. Jahrhunderts und beziehen sich hierbei auf die Berliner Erklärung 1909, der Düsseldorfer Erklärung 1967 und der Frankfurter Erklärung 1970. Wiederum absurd und somit als Grund sie als nicht beachtenswerte Glaubensrichtung anzuerkennen folgt auch gleich auf deren Webseite: „Die folgenden Aussagen sind nicht subjektive Glaubenssätze, sondern reale Bestimmungen, welche die dem Glauben vorgegebene Wirklichkeit beschreiben.“ Danach folgen einige Punkte ihrer Glaubensrichtung, die nur mit einem Kopfschütteln zu lesen sind. Absurd und nahezu paradoxgleich ist es, dass eine solche – nennen wir sie Vereinigung Gottfremder Menschen-, von Wirklichkeit spricht, obwohl sie derer soweit entfernt sind, wie etwa der Stern HD 140283 von unserer Erde. Der Beweis ihres Realitätsfremden Blickwinkels findet sich in Punkt 2 ihrer Erklärung wieder: „Wir verwerfen ferner die Lehre, die Bibel enthalte Irrtümer oder Aussageabsichten, die dem klaren Wortlaut nicht zu entnehmen sind oder ihm widersprechen.“ Sollte ihnen allerdings eine ureigene Bibel, inclusive beweisbarer Originaltexte  vorliegen, als die gängigsten verbreitetsten Bibelübersetzungen, dann wollen wir ihnen das natürlich  eingestehen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass ihnen die gleiche Bibelübersetzung vorliegt wie die, die hier bereits betrachtet wurde. Und in dieser sind nun mal mehr als 100 Widersprüche, ganz klar und deutlich abgedruckt. Einige davon wurden bereits erwähnt und können jederzeit nachgelesen und verglichen werden. Wir werden noch weitere bearbeiten, wenn wir uns mit dem überflüssigsten aller Bibel-Personen befassen, nämlich Paulus. Warum also diese Gemeinde so von dem, nach außen hin überzeugten Denkmuster ist, wird schnell klar, wenn man unter Punkt acht der urkatholischen Glaubens- und Zwangsreligionsgemeinschaft liest: „Wir bekennen, dass es die eine, heilige christliche Kirche gibt, deren wahre Glieder vor Grundlegung der Welt in Christus erwählt wurden.......“ Das mag sein, aber leider ist dieser Vereinigung auch davon weit weit entfernt. Bevor wir Christus kennen gelernt haben, war zunächst die heilige Schrift des Moses da und die hat nun nun mal einen rein jüdischen Glauben. Denn der Tora nach, dürften nur beschnittene Juden den Himmel betreten und das Heil Gottes erfahren. Die Protestanten die ja nun mal begeisterte Lutheraner sind, leben die Religion des Paulus. Und dieser hat ja rein gar nichts mit Gott zu tun, noch weniger mit Jesus, dem er ja auch nie begegnet ist. Damit also niemand auf die Idee komme, er könne eine alleinige Gotteserfahrung machen, sondern dafür die Kirche bräuchte, teilt diese Vereinigung uns dann auch in Punkt 11 mit: „Wir verwerfen die Lehre, der Mensch könne aus sich heraus glauben.....“ Selbstverständlich können sie hier keine andere Auffassung haben. Was wäre denn, wenn der Mensch alleine Gott Nahe sein kann und Dialog mit ihm führen könnte? Er bräuchte keine Kirche mehr. Je mehr der Mensch sich allerdings sich mit solchen Vereinigungen auseinandersetzten und meiden um so Gott-Näher kommt er nämlich.
Wenn wir uns die vielen Gemeinden ansehen und die vielen (zu vielen) Freikirchen dann muss man zweifelsfrei an Matthäus denken, der in seinem Evangelium schreibt
 
(Math. 24,11):

„Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen“

Genau das erleben wir in der heutigen Zeit. Wenn man sich die freikirchlichen Gemeindegründungen seit 1970 ansieht dann geht man von einer beträchtlichen Anzahl Menschen aus, die sich ihrer anhängen. Und damit sind nicht etwa die organisierten Gemeinden gemeint. Es gibt 8 Richtungen dieser transdenominationellen Gemeinden: Gemeinden mit pfingstlich-charismatischer Prägung, Gemeinden mit evangelikal-missionarischer Prägung, Gemeinden mit evangelikal-konservativer Prägung, Hauskirchen-Bewegung, Jugend-Trendbewegungenen, Mileukirchen (z.B. Jesus Freaks) und die freikirchlichen Gemeinden, die aus der Arbeit überkonfessioneller Missionswerke entstanden sind. Dazu kommen noch Bündnisse wie die der evangelischen Gemeinden in der Schweiz, die der taufgesinnten Gemeinden und die Calvary Chapel. Heinrich Christian Rust (baptistischer Theologe) erklärte erst 2003 dass es: „...mittlerweile mehr Christen in diesen freien Gemeinden gebe als in den klassischen Freikirchen“

Auch die Liste der traditionellen Freikirchen im deutschsprachigen Raum ist fast unerschöpflich: Arbeitsgemeinschaft Mennoitischer Gemeinden, Brüdergemeinden, Bund der Baptistengemeinden, Bund evangelikaler Gemeinden, Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden, Freikirchlicher Bund der Gemeinde Gottes, Gemeinde Gottes, Heilsarmee, Kirche des Nazareners, Siebenten-Tags-Adventisten, Vereinigung Apostolischer Gemeinden...und viele mehr.

19.8.13 16:50

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


KlartextDeutschland (19.8.13 16:58)
Mach mal mehr Leerzeichen zwischen den Absätzen, ließt sich besser ^^


Antichrist (19.8.13 16:59)
Danke