GOTT WEINT

Baptisten Gemeinde

Wenn man sich die verschiedenen Webseiten von Freikirchen ansieht dann stellt man schnell fest, das sie doch alle etwas gemeinsam haben. Alle erwähnen, dass sie frei von der Einnahme einer Kirchensteuer sind und alle um Spenden bitten.

„Ey haste mal nen´Euro (Teil 2). Wenn möglich per Dauerauftrag?“

Eine ziemlich dreiste bitte von Spenden liest man auf einer Webseite einer baptistischen Gemeinde in Hannover, die sich damit rühmt, mehr als 600 Mitglieder zu haben. Sie schreiben:

„Besonders hilfreich sind regelmäßige Zuwendungen durch einen Dauerauftrag“.

Natürlich betonen sie dass es sich hierbei um eine Dankbarkeit gegenüber Gott handelt. Was wohl Gott dazu sagt würde mich interessieren. Das absurde an dieser Gemeinde ist, dass sie dem Bitten über Geld Gerhard Teerstegen zitieren: „Reich ist, wer viel hat, reicher ist, wer wenig braucht, am reichsten ist, wer viel gibt“. Ein Besuch dieser Gemeinde lohnt sich in jedem Fall, weil man dann einmal sieht, welches Kapital hinter so einer Freikirche steht, die in keinem Satz erwähnt gemeinnützig zu arbeiten und somit auf der gewinnorientierten Schiene durch den Kirchenwahnsinn mitfährt. Auf einem der mit am teuersten gehandelten Grundstücke Hannovers steht ein Gemeindesaal, der von außen eher der Softwareschmiede, aufsteigender Juppys gleicht. Ein paar Schritte weiter gehört noch eine Villa zum Gemeindereichtum. Mitglied kann man dort nur werden, wenn man sich dem unnötigen Akt der Taufe unterzieht. Danach wird einem nahegelegt, dass man zur Unterstützung der Gemeinde doch den Zehnten seines Netto-Lohnes der Gemeinde überlassen sollte. Dieser ist auch zwingend erforderlich wenn man Villa und Gemeindesaal unterhalten will. Auch hier werden sogenannte Bibelkurse abgehalten. Geleitet werden sie von einem eher Laienhaften Pastor, von denen es dort zwei gibt. Einer davon erachtet es auch als sehr wichtig, seinen Doktor-Titel im Namen zu tragen. Dieser wird auch überall angegeben, sei es auf der Webseite oder in Bekanntmachungen. Außenstehende könnten glauben, es würde sich hier um einen Doktor der Theologie handeln. Weit gefehlt. Der Doktor ist dem Mammon gewidmet. Dieser Laien-Pastor beschäftigt sich mit der Ausbildung von Bankkaufleuten, damit diese wissen, wie sie besser mit dem Mammon arbeiten können. Dabei heißt es doch
 
(Math. 6,24) :

„Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“

Wohlbemerkt: Keine Ehrenamtliche Pastoren sondern bezahlte aus dem Gemeindesäckel. Auf deren Webseite möchten sie sich vorstellen, indem sie schreiben: „.....Weil echter Glaube immer freiwillig ist, treten wir weltweit für Religionsfreiheit ein“. Eine schier absurde nicht zutreffende Aussage, die sich jedweder Grundlage entzieht, sondern einzig zu bedeuten hat, dass sie weltweit anerkannt erden möchten. Denn sollte ihnen tatsächlich ein Anders-Gläubiger begegnen, dann erfährt man durch den Pastor, dass man an falsche Götter Glaube und es für gut befindet, wenn sich die Partnerin, die der Gemeinde angehört, von dem Anders- Gläubigen trennt. Eine solche Einmischung in das Privatleben ähnelt fast schon sektenhaften Verhalten. Ihre Erklärung zum sogenannten. Alphakurs, der nichts anderes ist als jungen Gläubigen zu erklären wie sie die Bibel zu verstehen haben, lautet dann absurderweise noch: „Wir klammern nicht aus- auch dann nicht, wenn es keine einfachen Antworten und keine Patentrezepte gibt“. Stimmt sie klammern nicht aus. Sie haben ja einfache Antworten. Der, der ihnen nicht angehört, glaubt halt an einen falschen Gott. Dieses scheuen sie auch nicht zu erwähnen, in einem kleinen Vortrag, indem man nach außen hin vorspielte, man wolle den Gläubigen einmal alle Religionen näher bringen. Dort wurde einer kleinen internen Gruppe binnen 5 Minuten durch den Pastor erzählt, dass Moslems an den falschen Gott glauben und man lässt auch mal schnell Buddha in den Müllwagen verschwinden. Sie klammern nicht aus, aber schafften es durch den, der lehrt,  - den Pastor - , binnen 5 Minuten, die Religion von über 3 Milliarden Menschen zu beleidigen. Man wird sich als ernsthaft gläubiger Mensch, dort nicht wohl fühlen, sondern tatsächlich nur, wenn man deren Glauben annimmt und somit zum Lemming wird. Eine Gemeinschaft bei der Gott vor der Tür stehen bleibt, während innen Gottesdienst gefeiert wird, weil er dort nicht wirklich willkommen ist. Als Anders-Denkender erfährt man auch schnell, dass Gläubige Mitglieder Nachts ein Gespräch mit Gott geführt haben, der ihnen sagte, der Anders-Gläubige sei ein schlechter Mensch. Oder Mitglieder kennen sich mit der Unterscheidung von Geistern aus und der Anders-Gläubige steht unter dem Einfluss von schlechten Geistern. Ich bin sicher: Gott weint hinsichtlich solcher – an Gott vorbeidenkender Menschen.

1.9.13 22:55

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