GOTT WEINT

Puh und noch mehr Freikirchen


Wie viel Geld Freikirchen zur Verfügung steht, konnte man in den letzten Jahren verfolgen. Während man sich von der staatlichen Kirche enttäuscht fühlt, beschlossen zwei, drei oder vier Menschen im Bierkeller des ortsansässigen Gasthauses, eine eigene Gemeinde zu gründen. Und meist stellt sich der Erfolg auch bald ein. Während man einen kleinen Gottesdienste in gemieteten Sälen abhält, sammelt man fleißig Spenden über Spenden. Nun sind nicht alle so dreist und bitten gleich um die Einrichtung eines Dauerauftrages, sondern begeben sich auch mit, zunächst einmaligen kleineren Zahlungen zufrieden. Die Masse macht´s! So entstehen immer mehr Gemeindehäuser mit entsprechendem Komfort, wie Videobeamer, Tontechnik incl. Kopfhörer, die den Gottesdienst gleich in mehrere Sprachen übersetzen. Musikinstrumente werden angeschafft, weil der stattliche Kirchengesang nicht mehr modern ist. In Freikirchen trifft man immer mehr auf Hobbymusiker die sich zusammen getan haben und nun kirchlichen Pop-Gesang präsentieren. Leider klingt das manchmal grauenhaft und würde nicht einmal das Casting bei Dieter Bohlen bestehen. Aber das ist auch nicht wichtig. Der Wille zählt! Der Wille, die Gabe Gottes entsprechend einzusetzen. Und das ist es, wenn man ein Instrument spielen kann. Gott hat diesen Menschen mit der entsprechenden Gabe bereichert. Egal was ein Mensch macht, beruflich oder in seiner Freizeit. Für die meisten Freikirchen sind diese Fähigkeiten allesamt von Gott gegeben. Der Pastor der Gemeinde hat die Gabe geschenkt bekommen zu predigen, ein Mediziner zu heilen, ein Koch zu kochen und ein Musiker zu singen. Nur fragt man sich oftmals, wenn man sich dann die Musik in einer Gemeinde anhört, warum Gott diese Gabe bei dem Menschen nicht besser ausgeschmückt hat, weil es einfach schrecklich klingt. Also nichts was der Mensch macht, macht er aus sich heraus, die Gabe ist von Gott. Wo hier nun der freie Wille ist, der uns von Gott gegeben wurde und somit den Sündenfall ausgelöst hat, versucht man vergebens zu ergründen. Alles Gute kommt von Gott, alles schlechte vom Bösen. Da erkennt man die Lutherphilosophie. Am besten erscheint es da mitleidsvoll in sich hinein zu lächeln und Gott zu danken, dass er genug Menschen mit der Gabe des Erkennens versehen hat, weil man froh ist, sich für diesen Irrsinn nicht vor Gott verantworten zu müssen, wenn man einen Bogen um solche Gruppierungen macht.

2.9.13 19:58

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