GOTT WEINT

Johannes soll es gewesen sein?

Nicht wenige behaupten, dass der wahre Messias Johannes der Täufer war. Die Anhänger dieser These begründen dieses mit nachstehenden Argumenten:
    
•    Jesus nennt Johannes als den „Größten vom Weibe geborenen“

•    Jesus lässt sich von Johannes Taufen (Jesus selbst taufte niemals)

•    Und einige mehr....

Was Johannes der Täufer allerdings vom Essener Weg abweichen ließ, war die Aussage der Essener, dass alle Reinwaschung durch Taufen nicht ausreichen würde, um das ewige Heil zu erlangen. Die Vermutung liegt nahe, dass Johannes hier dennoch gehofft hatte und zu taufen begann. Warum ausgerechnet ein Jesus sich hat taufen lassen und Johannes über sich selbst stellte bleibt offen. Jesus der Sohn Gottes ließ sich von der Sünde rein waschen? Von welcher Sünde? Der Christ hat selbstverständliche eine Antwort darauf: „Er stellte sich mit dem Menschen auf eine Stufe und wollte ihnen zeigen, dass auch er sich taufen lässt, es war ein gutes Beispiel, mit dem er voran ging“. Dazu sei vermerkt, dass der Christ immer eine Antwort, auf alle Fragen hat. Man könnte meinen dass die heutigen Kirchenväter stets an der Seite Jesu damals standen.
Fakt ist jedoch, dass dieses ebenfalls nur Thesen sind, die sie vehement verteidigen und man wird es niemals erleben, dass sie von ihrer These abweichen und nachgeben. Der Gläubige Christ wird dieses sowieso nicht machen, da ihm sein Pastor ja erzählt hat, wie es war und das ist nun mal ein Mann Gottes mit direktem Draht nach oben. Wenn der Pastor also sagt dass es so war, dann war es auch so. Typisches Lemmingverhalten, wie wir es in der Geschichte der Christen kennen.

Was nun die Essener angeht, so halten wir noch mal fest, dass die Lehren des Johannes und die des Jesus aus Nazareth sehr stark an die Essener Lehren angelehnt sind. Daher entsteht auch die Lehre, dass Jesus in frühen Jahren bereits dem Täufer bei seinen Predigten zugehört hatte und somit auch mit den Essenern in Kontakt trat. In späteren Jahren, nachdem Jesus die Lehren in sich aufnahm fühlte er sich als Prophet berufen und zog als Wanderprediger herum. Sein Charismatisches Sein brachte ihm schnell Anhänger und auf die Frage, ob er der Retter sei, antwortete er Ja. Denn das war er ja auch. Er fand den Gottesweg, vom Menschen zu dem Vater. Wie er auch im Thomas-Evangelium bereits dem Jünger Thomas sagte
 
(Thomas 13):

„Ich bin nicht dein Meister. Denn du hast getrunken und wurdest betrunken von der sprudelnden Quelle, die ich ausgemessen habe“

Danach zog er ihn zurück und sagte ihm drei Worte. Als die Jünger Thomas schließlich fragten, was Jesus zu ihm sagte, antwortete er :

(Thomas 13):

„Wenn ich euch nur eines der Worte sage, die er mir sagte, werdet ihr Steine nehmen und sie nach mir werfen, und ein Feuer wird aus den Steinen herauskommen und euch verbrennen“

Im Thomas-Evangelium hält Petrus Jesus übrigens nicht für den Messias, sondern für einen Engel.

    Interessant ist es zu erfahren, dass die Auswertung des Thomas-Evangeliums starke buddhistische Züge aufweist. Gerade diese Züge sind für das Christentum mehr als gefährlich. Hier heißt es nämlich, dass der gläubige Mensch die Gotteserfahrung nur aus sich heraus machen kann. Gott ist bereits in einem, man muss ihn nur finden. Den Weg dahin bereitet ihnen Jesus. Thomas hat Gott gefunden, daher brauchte er Jesus auch nicht mehr Meister zu nennen, da sie nun den gleichen Vater entdeckt haben und somit Jesus nicht mehr über Thomas steht. Wenn dem so wäre, dann bräuchte es keine Kirche mehr. Dieses ist allerdings laut christlichem Verständnis nicht möglich, denn ohne die Kirche und deren Gemeinschaft ist es dort nicht möglich zu Gott zu finden. Sie lehnen die These, der Gotteserfahrung alleine durch den Menschen ab, denn für sie gehören der biblische Jesus in jedem Fall dazu, inclusive der Taufe. Die Kirche lehnte das Thomas-Evangelium auch deshalb ab, weil es nicht genug vom Heilwirken Jesu zum Ausdruck brachte und ein entsprechender Kirchenbegriff fehlte. Interessant ist ebenfalls, dass das Evangelium des Thomas stark gnostische Züge aufwies und sich in Persien ziemlich schnell verbreitete, insbesondere bei den Manichäern, die die verschiedensten Religionen in sich aufnahm und miteinander verschmolz..

Das verschmelzen der Religionen miteinander ist uns bereits bekannt. So entstand das Christentum. Teile des jüdischen Glaubens, der immer dann zur Geltung kommt, wenn er benötigt wird, im Grunde allerdings nicht so recht zur Geltung, dank Paulus kommt, da er zu streng ist. Teile der Essener Lehre, Teile alter Mythologien der Griechen und Ägypter, wie die Osiris-Sage, die Wintersonnenwende, die aufgrund der Vergabe von Saturnalien genutzt wird um die Geburt Jesu zu feiern, also etliche Riten der Heiden.

7.9.13 17:22

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