GOTT WEINT

Wo der Mammon zuhause ist kann man sich schon mal ein nettes Häuschen hinstellen

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 26. November 2013 brachte einen grossen Artikel über Freikirchen, mit der Überschrift: „Näher, mein Gott zu dir“. Während die Landeskirche Mitglieder verliert, verzeichnen die Freikirchen Zuwachs – obwohl ihnen kein guter Ruf vorauseilt, schreibt die HAZ weiter.

 

Nichts, was man nicht schon über Freikirchen wusste, wenn man sich damit befasst hat, aber dann war es doch der eine Satz, der wieder einmal zum Ausdruck bringt was alles so hinter Freikirchen steckt.

Dort stand:

 

„Auch die Elim-Gemeinde am Mengendamm in der List (Hannover) hat eben ein neues Gemeindezentrum bezogen, es hat, Grundstückspreis, Handwerker und Gebäude zusammengerechnet,

 

3,3 Millionen Euro

 

gekostet.“

 

Man muss schon zweimal hinsehen. 3,3 Millionen Euro. Kapital, welches eine Kirche, eine Religionsgemeinschaft, die sich christliche Werte auf die Fahnen schreibt in ein Gebäude steckt.

Was würde wohl Jesus dazu sagen? „Schön dass ihr ein Haus baut und das Geld nicht weiter gebt an Arme“ ? Wohl kaum. Wie wäre es gewesen, nur die Hälfte des Geldes zu investieren und mit dem Rest, immerhin mehr als 1,5 Millionen Euro in soziale Projekte zu stecken? Zum Beispiel den Menschen, die auf der Strasse wohnen, den Winter über jeden Tag eine warme Mahlzeit zu spendieren und durch die Fußgängerzonen zu schlendern um heissen Tee zu verteilen. Jetzt wird so manche Gemeinde sagen: „Das machen wir ja auch“. Stimmt! Manchmal!! Aber jeden Tag? Es gibt genug Menschen die Hilfe brauchen. Not ist überall. In Hannover nicht weniger wie woanders auch. Darum sollte man sich, bevor man Gott nähern kommen möchte, reiflich überlegen, wo der Mammon zuhause ist. Denn dort macht Gott einen weiten weiten Bogen. Eine Kirche, eine Religionsgemeinschaft sollte immer Arm sein, denn all das Geld, welches sie einnimmt sollte umgehend wieder ausgegeben werden, und zwar dort wo es gebraucht wird. Das ist es was Jesus meinte, wen er davon redet, dass man nicht Gott und dem Mammon dienen kann.

Was man ihr zugute halten muss, dass sie bei der Bitte um Spenden, auf ihrer Homepage hinzufügt:

 

"Spenden für den Bau des neuen Kirchengemeindezentrums bitte als solche im Verwendungszweck kenntlich machen."

 

Das zumindest gibt den Spendern die Möglichkeit, zu entscheiden, ob ihr Geld in den Bau des Hauses gesteckt werden soll. Was man den Spendern, aber sagen sollte ist: "Bist du sicher, dass dieses Geld lieber in ein Haus, als in einen notleidenen Menschen gesteckt werden soll? Gib dein Geld denen die Not leiden, oder war dir Jesus kein Vorbild?"

 

24 Freikirchen gibt es in Hannover. 24 !!!! Eine einzige Freikirche würde doch reichen, denn es gibt ja auch nur eine Bibel, von daher sollte doch der Glaube in jeder Kirche gleich sein. Irrtum. Jeder für sich glaubt den einzig richtigen Glauben zu vertreten. Soweit zum Glauben! Es gibt nur den einen wahren Gott. Darin sind sich alle einig, wenn sich dieser in Vater, Sohn und heiliger Geist aufteilt, aber es gibt unterschiedliche Vorstellungen von ihm. Gute Nacht du, der sich da reinhängt !

28.11.13 14:01

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